Lade...
 

VK-Preisbildung

VK - Preisbildung

 

Allgemein

ClassiX® bietet eine hohe Variabilität in der Verkaufspreisbildung. So können Preise nicht nur am Artikel hinterlegt werden, sondern auch für Kunden (Kundenvereinbarungen) oder Kundengruppen einzeln definiert werden. Zudem gibt es umfangreiche Möglichkeiten Rabatte/Zuschläge und Mehr-/Minderpreise zu definieren. Abgerundet wird die Variabilität dadurch durch, dass alle Preise und Kondition mittels Bedingter Tabellen und Formeln definiert werden können.

Beim Anlegen eines Preises oder Beispielsweise eines Rabattes nutzen Sie bitte folgendes Diagramm um die richtige Lösung in ClassiX zu finden. So werden Sie zum Beispiel für die Definition eines Sonderpreises eines Verkaufsartikel für eine definierte Kundengruppe direkt zum Kundengruppenpreis (3) geführt.

Salespricing

 

1  VK-Preis Mit dem Verkaufspreis, welcher an der Verkaufsrolle hinterlegt ist, wird der Artikel jedem Kunden/Interessenten angeboten, sofern keine weiteren Vereinbarungen oder Rabatte definiert sind. Somit könnte man auch vom Basisverkaufspreis, Katalogpreis oder ähnlichem sprechen.

Für den Fall, dass weder eine Kundenvereinbarung (2) noch ein Kundengruppenpreis (3) vereinbart worden ist, findet der VK-Preis Anwendung. Zusätzlich wird jede Art von Rabatten (4,5,6,7,8) gewährt.

VK-Preise werden über die Verkaufsrollen angelegt:
- Verkaufsartikel
- Ersatzteil
- Verkaufsset
- Sonderverkaufsartikel

2 Kundenpreis Es wird EIN Verkaufsartikel EINEM Kunden zu einem eigenen Preis angeboten.

Ein Kundenpreis ist der dominanteste Preis. Dies bedeutet er wird vor dem Kundengruppenpreis (3) und dem VK-Preis (1) berücksichtigt. Es wird keine Art von Rabatten zusätzlich berechnet.

   Bsp.: Der Kunde "Müller Großhandel AG" muss für einen Hammer 12€ bezahlen.

Ein Kundenpreis wird über die Kundenvereinbarungen angelegt.

3 Kundengruppenpreis Es wird EIN Verkaufsartikel einer Gruppe von Kunden zu einem eigenen Preis angeboten.

Ein Gruppenpreis wird nur ausgewiesen, wenn keine Kundenvereinbarung (2) getroffen worden ist. Der VK-Preis (1) bleibt unberücksichtigt. Es wird keine Art von Rabatten zusätzlich berechnet. Gruppenpreise können zwischen einem VK-Artikel und den folgenden Gruppen definiert werden: Kundengruppe, Preislistengruppeund VK-Gebiet. Die Reihenfolge, in der die Gruppen hier aufgelistet sind, ist hierbei von Bedeutung. So wird der Preis eines Artikel für ein VK-Gebiet ignoriert, wenn eine Preisvereinbarung für eine dem Kunden zugeordnete Preisgruppe existiert.

Kundengruppen ist ein freie Gruppierung von Kunden, welche einen eigenen Preis berechnet bekommen.
(GoldCard Kunden, Konzerngruppe Meier AG, Erstkunden)

Preislistengruppe ist eine Gruppierung der Kunden nach ihrer Art. So kann es eigene Preislisten für Industrieunternehmen, Einzelhändler, Apotheken etc. geben.

   Bsp.: Alle als Großhändler definierten Kunden bekommen einen Hammer für 12€.

Gruppenpreise werden über die Verkaufsrollen (Verkaufsartikel, Ersatzteil, Verkaufsset, Sonderverkaufsartikel) angelegt und über das Modul der Kundenvereinbarungen gepflegt.




4 Konditionen Konditionen sind bezogen auf den Verkaufspreis eine Sonderform über die der Kunde preislich besser gestellt wird. Dies ist aber unabhängig von dem Verkaufsartikel, da die Konditionen des Kunden im Auftragskopf gewährt werden.

Bsp.: Dem Kunde "Müller Großhandel AG" wird auf jeden Auftragswert ein Rabatt von 10% gewährt.

5 Kundegruppenrabatte Einer Gruppe von Kunden können Konditionen zugeordnet werden. Diese Konditionen sind Artikel unabhängige.

Bsp.: Allen Einzelhändler wird ein Listenpreis-bezogener (versteckter) Zuschlag von 10% auferlegt.

6 Artikelgruppenrabatte Wird ein Artikel verkauft, so werden zusätzlich zum Verkaufspreis noch die Konditionen der dem Artikel zugeordneten Statistikgruppe berücksichtigt. Diese Konditionen sind Kunden unabhängige.
 

   Bsp.: Während einer Rabattaktion wird auf alle Baugruppen ein Rabatt von 10% gewährt.

Artikelgruppenrabatte werden über die Verkaufsstatistikgruppen definiert.

7 Kunden-Artikelgruppen-
Rabatte
Ein Kunde bekommt auf eine Gruppe von Artikeln einen Rabatt. Die Artikel werden über die Artikelgruppen und Rabattgruppen definiert. Es kann immer nur eine Artikelgruppe verwendet werden. Es kann immer nur eine Artikelgruppe verwendet werden.

Bsp.: Der Kunde "Müller Großhandel AG" bekommt auf alle Werkzeuge 10% Rabatt.

8 Kundengruppen-
Artikelgruppen-Rabatte
Eine Gruppe von Kunden bekommt auf eine Gruppe von Artikeln einen Rabatt. Die Artikel werden über die Artikelgruppen und Rabattgruppen definiert. Es kann immer nur eine Artikelgruppe verwendet werden. Die Kunden können über das Verkaufsgebiet und die Kundengruppe definiert werden.

Bsp.: Alle als Großhändler definierten Kunden bekommen alle Werkzeuge 10% Rabatt.

9 Kalkulationsschema Über eine Tabelle kann die Berechnung des Rabatt durchgeführt werden. Sie können im Standard VK-Preis den Basispreis für alle Ihre Preislisten (Wiederverkäufer, Endkunden usw.) hinterlegen. Das Kalkulationsschema kann anhand verschiedener Daten z.B. Auftragsart, Kundengruppe einen Rabatt definieren.

siehe

 

Bildung eines VK-Preises

Im einfachsten Fall ist der Preis ein einfacher Wert per Menge unabhängig jeglicher Variablen. Variabel wird der Preis durch die Verwendung einer Formel oder Preistabelle, da der Preis nun in Abhängigkeit diverser Attribute/Datenfelder gebildet wird. Zusätzlich zum Basispreis kann der Preis mit Zu- und Abschlägen belegt werden.

Beispiel
In diesem Beispiel ist der Gesamtpreis abhängig von zwei Variablen. Die erste Variable ist die Preisgruppe (priceGroup), welche in der ersten Preistabelle benötigt wird. Je nach Preisgruppe wird der Basispreis dann in der darunter liegenden Preistabelle in Abhängigkeit der Motorleistung (LEISTUNG_MOTOR) definiert.
  • Für den Fall priceGroup=A und LEISTUNG_MOTOR=2,5KW ergibt sich somit der Basispreis 320€/1Stück.

Im Fall der Preisgruppe B und C wird der Preis ebenfalls aus der motorleistungsabhängigen Tabelle ermittelt, aber zusätzlich noch mit einem Abschlag belegt.

  • Somit ergibt sich für den Fall priceGroup=B und LEISTUNG_MOTOR=3.3KW ein Wert von 460€/1Stück-3%.

Die Abschläge von 10% und 5% gelten unabhängig der Preisgruppe (priceGroup), da sie auf einer anderen (höreren) Ebene definiert sind.

  • Für die zuvor genannten Beispiele gilt also bezüglich des Gesamtpreises folgendes:
    priceGroup=A und LEISTUNG_MOTOR=2,5KW -> 320€/1Stück -10% -5% -> 273,60€/Stück
    priceGroup=B und LEISTUNG_MOTOR=3.3KW -> 320€/1Stück -3% -10% -5% -> 381,50€/Stück
salesp1.GIF

 

Kundenpreisvereinbarung

Kundenvereinbarungen sind zum einen über die Verkaufsrolle und zum anderen über den Kunden erreichbar. Im Verkaufsartikel sieht man die Vereinbarungen, welche für diesen Artikel mit welchen Kunden getroffen worden sind und im Kunden das Pardon hierzu.

Zum Anlegen einer Preisvereinbarung fügt man in der Kundenlasche der Verkaufsrolle über den Button "Einfügen" einen Kunden ein. Die Preisvereinbarung wird hierdurch automatisch angelegt und vereinbarte Preis kann direkt eingeben werden.

(Info: Neben dem Preis kann man hier auch die Artikelnummer des Kunden hinterlegen.)

In der Bearbeitung des Preises der Kundenvereinbarungen stehen die gleichen Funktionen (Preishistorie, Detailbearbeitung, Preistabellen, ...) wie beim Bearbeiten des Artikelpreises zur Verfügung.

---

Wird nun der Artikel in ein Angebot/Auftrag an den entsprechenden Kunden eingefügt, wird der Preis der Vereinbarung statt dem Standardpreis übernommen.

Salessp01 De

 

Kundenkonditionen

In der Lasche "Konditionen" im Kundeneditierfenster ist es möglich neben Versand-, Liefer-, Zahlungsbedingungen etc. auch Rabatte und Zuschläge zu definieren. Wird ein Angebot/Auftrag an diesen Kunden gerichtet werden diese Konditionen in den Beleg übernommen.

Wird ein Zu-/Abschlag hierbei als Listenpreis-bezogen deklariert wird dieser im Druck nicht ausgewiesen und die Wertminderung/Wertsteigerung auf den Positionspreis umgelegt. Die "versteckte" Kondition beeinflusst somit den VK-Preis, ohne dass dem Kunden dieses mitgeteilt wird.

 

Verwandte Themen

Funktionalität